Projekte

Unterrichtskonzept Geschichtsdidaktik (in Vorbereitung für Geschichte lernen)

 

„Größer als der Papst“! Michael Jordan - ein aristos der Wendezeit?

 

Im Kontext der Wendezeit der 1990er Jahre lässt sich Michael Jordan als kulturpolitischer Akteur einer marktorientierten, liberalen Nation verstehen, deren symbolisches Selbstverständnis (pursuit of happieness) nach dem Niedergang der Sowjetunion nochmals eine globale Spannkraft zu entfalten suchte. Im  diskussionswürdigen Gedankengang von Francis Fukuyamas „Ende der Geschichte“ repräsentieren globale US-Stars wie Jordan die mittelbare Schlagkraft des liberalen Systems. In diesem Zusammenhang lässt sich fragen, mit welcher Kategorie einem durch und durch US-amerikanischen Weltstar wie Michael Jordan zu begegnen ist und wofür dieser exemplarisch steht? Die Unterrichtsreihe „Größer als der Papst“! Michael Jordan - ein aristos des der Wendezeit? wirft diese Fragen auf, indem sie auf ein abgewandeltes, quasi auf das marktwirtschaftlich-liberale System umgemünztes Konzept der Antike zurückgreift: Die aristoi. 

 

Biographie-Projekt: Neueste Geschichte

 

Theodor Wiegand und der politische Charakter der Wissenschaft

 

Theodor Wiegand (1864-1936) machte sich als Archäologe in kleinasiatischen Ausgrabungsstätten wie Priene, Pergamon und Milet einen Namen. Er leitete in den Jahren der Weimarer Republik als Direktor der Antikenabteilung der Museen in Berlin u.a. den Aufbau und die Einrichtung des Pergamon-Museums zu Berlin. Als Präsident des Archäologischen Instituts des Deutschen Reichs gestaltete er dessen Positionierung in der Gleichschaltungsphase des Nationalsozialismus. Wiegands archäologisches Wirken vollzog sich stets im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik, von Kulturkontakten und deutsch-europäischem Kulturnationalismus. Dieses Feld und seine Dimensionen zu vermessen sowie exemplarische Aussagen in Bezug auf den politischen Charakter der Wissenschaften im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu erarbeiten, sind  Ziele der biographischen Studie.

Forschungsprojekt: Geschichtsdidaktik

 

Das politische Gedächtnis der Einwanderungsgesellschaft - Vergleichende Perspektiven und didaktische Schlussfolgerungen

 

Die Studie untersucht geschichtspolitische Maßnahmen zur gesellschaftlichen Ausbildung eines politischen Gedächtnisses in Migrationsgesellschaften des 20./21. Jahrhunderts. Dabei werden kategoriengeleitet kanadische, US-amerikanische und bundesdeutsche Bundesstaaten bzw. Bundesländer  in den Blick genommen und vergleichend analysiert.